Südpolen - ein Reisebericht

Sonntag, Juni 30, 2013




Hallo ihr Lieben,

das Wochenende neigt sich schon wieder dem Ende entgegen und eine neue Arbeitswoche/Studienwoche steht den meisten bevor. Ich hoffe ihr konntet die vereinzelten Sonnenstrahlen und die freien Tage etwas genießen.

Bereits letzte Woche habe ich euch einen kurzen Bericht über meine Reise durch Polen versprochen. Heute ist es endlich soweit und ich kann über meine gesammelten Eindrücke berichten und die kleine Shoppingausbeute vorstellen.


Anreise


Mit dem Zug ging es für meine Freundin und mich 6 Tage lang quer durch das südliche Polen

Von Deutschland aus kann man mit dem Zug unglaublich günstig zu vielen osteuropäischen Städten und sogar bis nach Budapest gelangen. Knapp 40,00 € kostet das so genannte Euro-City Ticket pro Strecke - mit dem Flugzeug bezahlt man mehr als das Doppelte des Preises.

Innerhalb des Landes kann man alle Städte bequem und sehr günstig mit dem Zug erreichen. Die Regionalbahn ist dabei um einiges günstiger als der ICE, fährt aber dementsprechend auch länger.



Ablauf



Während unserer Reise verzichteten wir bewusst auf fast alle Touri-Führungen und wollten die Städte auf eigene Faust entdecken. Ein paar Reiseführer und Karten halfen uns dabei.


Von Montag bis Dienstag besuchten wir die Universitätsstadt Breslau, welche mit unzähligen Kirchen und Brücken beeindruckt. Hierhin verirrten sich zu dieser Zeit kaum deutsche Touristen, was ich als sehr angenehm empfand. 

Das Besondere an Breslau sind die vielen kleinen Zwerge (ca. 100 Stück), welche in der gesamten Stadt versteckt sind.


Prof. Zwerg vor dem Uni-Hauptgebäude



Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so viel und lange gelaufen bin :) Wir besuchten die Uni, viele Kirchen, den Marktplatz und auch einen wundervollen Botanischen Garten.


riesige Kastanien aus Holz im botanischen Garten



In Breslau entdeckte ich auch mein geliebtes Nogger Eis, welches es in Deutschland leider nicht mehr gibt. Generell gibt es in Polen so viele Leckerein (auch von Milka und Nestle), die ich so noch nie bei uns gesehen habe :)


geliebtes Nogger



Weiter ging es am Mittwoch Morgen mit dem Zug nach Oświęcim, dem früheren Auschwitz

Leider konnte ich während meiner Schulzeit nicht an der Fahrt nach Oświęcim teilnehmen und plante daher schon seit längerem eine Reise dorthin. 

Bedingt durch die 5-stündige Zugfahrt und unsere Verständigungsprobleme, sind wir erst am frühen Nachmittag angekommen und hatten daher nicht mehr viel Zeit uns beide Lager intensiv anzusehen. 

Obwohl ich durch die Schule, Bücher und Filme bereits eine gewisse Vorstellung von dem Lager hatte, habe ich während des Rundgangs sehr mit mir kämpfen müssen.

Viele Dinge kann man sich in ihrer Grausamkeit gar nicht vorstellen, selbst Zahlen haben mich derart erschüttert, dass ich auch mehrere Tage später noch darüber nachdenken musste. Ich konnte auch einige Orte und Gebäude nicht oder nur kurz betreten, weil ich es nicht über mein Herz gebracht habe.

Umso verstörender war für mich das Verhalten anderer Touristen. Fast alle haben ohne mit der Wimper zu zucken Fotos von sämtlichen Ausstellungsstücken, Baracken und sogar Galgen gemacht. Das kann ich immer noch nicht nachvollziehen, fand es regelrecht geschmacklos und verbannte daher meine Kamera während der ganzen Zeit im Rucksack.


Am Abend fuhren wir mit dem Bus weiter ins wunderschöne Krakau, welches wir von Mittwoch Abend bis Freitag Morgen besichtigten konnten.


Blick vom Rathaus auf das Schloss



Ein absoluter Tipp ist das, etwas außerhalb der Stadt gelegene, Salzbergwerk in Wicliczka. Knapp 2 Stunden verbringt man tief unter der Erde und entdeckt Seen, Kirchen(!) und riesige Säle.





Krakau selbst war deutlich mehr auf Tourismus ausgelegt als Breslau. Souvenirläden und Touristinformationen musste man hier nicht lange suchen. 

Trotzdem hat die Stadt ein ganz besonderes Flair. Die landestypische Küche kann man hier traditionell oder ganz modern genießen, z.B. lecker Piroggen.





Die letzte Station unserer Reise war die Landeshauptstadt Warschau, welche wir von Freitag Mittag bis Samstag Nachmittag besuchten. 

Warschau beeindruckt mit seiner absolut gegensätzlichen Architektur und dem wunderschön rekonstruierten, historischen Stadtkern.





Die Landeshauptstadt ist kaum mit Breslau oder Krakau vergleichbar. Hier liegt deutlich mehr Hektik und Stress in der Luft. Ruhe findet man lediglich in den weitläufigen Gartenanlagen.

Man spürt außerdem, durch die Grenznähe, einen gewissen russischen Einfluss in architektonischer und kulinarischer Sicht. 

Leider war die Zeit in Warschau viel zu kurz, denn die Stadt in ihren Dimensionen zu besichtigen würde sicher eine ganze Woche Urlaub in Anspruch nehmen. 





Shopping


Man kann in Polen wirklich toll einkaufen. Hier gibt es fast alles an Klamottengeschäften, angefangen bei H&M, über TK Maxx bis hin zu Top Shop und Victorias Secret. 

Leider waren unsere Rücksäcke so schon kaum tragbar, weshalb ich mich sehr beherrschen musste.


Überblick aller Produkte


Carmex Lippenpflege mit Kirsch & Jasmin Geschmack


Natürlich durfte die Lip Butter von Nivea nicht fehlen


Body Shop Einkauf für zusammen 11,00 .€ !!!!!


selbst zusammengestelltes Armband von Kelly Melu


Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich leckere Macarons genascht!





Zum Schluss noch eine kleine Collage mit dem unglaublich leckeren Essen in Polen :)







Ich hoffe ich konnte euch Polen als Urlaubsland etwas näher bringen. Ich fand die Städte wunderbar und werde Warschau auch sicher ein zweites Mal besuchen. Diesmal aber mit viel mehr Zeit.

Nicht wenige meiner Freunde und Bekannten waren anfangs etwas besorgt um unsere Sicherheit. Man muss sich aber wirklich keine Gedanken machen! Wir sind in keine merkwürdige Situation geraten, wurden weder belästigt noch bestohlen. Was die Sicherheit anbelangt, habe ich mich in keiner der Städte anders gefühlt als in Deutschland. Ich denke das ist einfach ein absolutes Vorurteil!

Die polnische Küche ist außerdem wirklich traumhaft. Sucht euch bei eurem Aufenthalt auch mal ein ganz traditionelles Restaurant außerhalb der Touristengebiete aus. 

Ein paar Wörter polnisch zu sprechen ist sicherlich nicht verkehrt. Viele Karten und Schilder sind nicht auf englisch geschrieben und man kann sich kaum etwas herleiten.

Benötigt ihr Tipps oder habt ihr noch Fragen? Dann schreibt mir einfach einen Kommentar.


PS: Morgen starte ich eine Inglot Themenwoche und außerdem gibt es ein kleines Gewinnspiel :)

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6 Kommentare

  1. Toller Reisebericht aber böse, wenn man eh schon Fernweh hat :D
    Ich selbst war bis auf ein mal Mallorca und ein mal Ibiza noch nie wirklich im Ausland (die Niederlande zählen nicht, die sind ja gleich nebenan ;) Mein Uropa kam zwar aus Polen aber leider war ich noch nie da oder spreche die Sprache. Aber vielleicht schaffe ich es ja doch irgendwann mal, mir Europa mal näher an zu sehen ;)

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  2. toller Bericht UND ich bin schon sehr gespannt auf dein Inglot-Haul und die Posts dazu;)

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  3. Ein super schöner Bericht! Ich freu mich, dass es dir so in Polen gefallen hat :).

    LG, Nathalie

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  4. Ein richtig toller Bericht :) Das macht ja richtig Lust, mal dorthin zu reisen.
    Vor allem das Essen sieht ja super aus. Und günstig Urlaub machen, ist für mich als Studentin natürlich immer sehr reizvoll.
    Lustigerweise habe ich gestern das Nogger-Eis beim Minigolfen gesehen. Ich habe noch was im Hinterkopf damit gehabt. Nun weiß ich, woran es mich erinnert hat. Aber ich habe es gestern gesehen!^^
    Liebe Grüße, und gern mehr solcher Berichte,
    purrrfekt

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    1. Ich freue mich, dass dir der Bericht gefallen hat :) Man weiß ja nie wie solche off topic Posts ankommen. Das Essen war wirklich ein Traum und preislich ist die Reise auch für einen Studenten machbar. Wir haben z.B. auch nur in Hostels geschlafen und konnten so viel Geld sparen. OH vielleicht gibt es die Toffee Sorte ja endlich wieder in Deutschland :D Ich halte die Augen offen ^^

      Liebe Grüße Lisa

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    2. Also mir hat der Bericht sehr gut gefallen, war einfach aufschlussreich.
      Mh, und ob es die Toffee-Sorte war, darauf habe ich nicht geachtet.. Aber Nogger war es auf jeden Fall. Ich wünsch dir viel Erfolg bei der Suche :)
      Ja, stimmt. Das Übernachten fällt da schon sehr ins Gewicht. Vor zwei Jahren habe ich einen Trip mit meinem Freund durch Schweiz, Frankreich, Spanien und Portugal gemacht, bei dem wir immer im Auto geschlafen haben (bis auf drei Nächte oder so). Das kam uns dann natürlich auch sehr günstig ;)
      Liebe Grüße :)

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