Zahnpasta in fester Form? - Die Lush Toothy Tabs kontrovers diskutiert

Samstag, April 23, 2016




Wer meinen Blog schon länger verfolgt der weiß, dass mein kleines Herz sehr für die Produkte von Lush schlägt. Ich genieße es immer wieder den Shop zu besuchen und mich von all den wunderbar duftenden Kleinigkeiten und ihrer einmaligen Optik verzaubern zu lassen. Mittlerweile habe ich mich durch die verschiedensten Produktsparten der Marke getestet und viele Produkte in meinen Alltag fest integriert. Seit fast einem Jahr nutze ich beispielsweise nahezu ausschließlich Shampoos von Lush. Meine beiden Lieblinge sind Big und das festgepresste Cooperhead mit Hennazusätzen, welches den Glanz meines roten Haares immer wieder auffrischen soll. Das Überführen von flüssigen Produkte in feste Konsistenzen ist bei Lush schon lange Gang und Gebe und wird auch kontinuierlich weiterentwickelt. Zum einen bietet es in den meisten Fällen den Vorteil, dass man auf eine zusätzliche Umverpackung - und damit auf potentiellen Müll - verzichten kann und zum anderen konservieren sich die Produkte in dieser Form selbst. Der Hauptgrund für diese Eigenschaft ist ganz simpel das Fehlen von Wasser in den Produkten. So wird den meisten Bakterien kein Nährboden geliefert und wir ersparen unserem Körper die Belastung mit konservierenden Stoffen. Angefangen von den Seifen, über Massagebutter, Deo, Shampoo und Conditioner befinden sich in den Lush Shops mehr nackige Produkte als man im ersten Moment vermuten würde. Um diesen positiven Trend kontinuierlich weiterzuentwickeln, experimentiert Lush immer weiter und bringt eine stetig wachsende Riege an festen Neuheiten auf den Markt. Eines der Produkte, die schon längere Zeit zum Standardsortiment von Lush zählen, sind die Toothy Tabs bzw. lose Zahnpastapulver. Mittlerweile sind sogar 10 verschiedene Geschmacksrichtungen auf dem deutschen Markt erhältlich! Mir fielen sie bewusst erst vor knapp 12 Monaten auf, als mich eine Lush Verkäuferin gezielt darauf aufmerksam machte. Obwohl ich recht offen für neue Konsistenzen und Produkte bin, war ich bei den Tabs von Anfang an skeptisch und traute mich nicht so recht an sie heran. Die liebe Florence von Lush überraschte mich allerdings vor einiger Zeit mit einem kleinen Paket, welches die Oral Pleasure Version der Toothy Tabs enthielt. Nun musste ich also über meinen Schatten springen und habe mich mutig ans Testen gemacht :)



Lush Tooty Tabs "Oral Pleasure" / Inhalt: 50 g / Preis: 9,99 € (via lush.de)

Inhaltsstoffe: Dicalcium Phosphate Anhydrous, Sodium Bicarbonate, Potassium Bitartrate (Weinstein), Sorbitol, Lauroyl Sarcosine, Kaolin, Aroma, Spilanthes Oleracea Extract (Jambùtinktur), Citrus Sinensis Peel Oil Expressed (süßes Wildorangenöl), Rosa Damascena Flower Oil (Rosenöl), Vanilla Planifolia Fruit Extract (Fair Trade Vanille Absolue), Centella Asiatica Powder (Puder vom Indischen Wassernabel), Prunus Amygdalus Dulcis Oil (Mandelöl), Sodium Saccharin, Alpha-Isomethyl Ionone, Citral, Limonene, Linalool, oranger Schimmer (Potassium Aluminium Silicate, Titanium Dioxide, Cl 16185:1, Cl 15985:1)

vegan & selbstkonservierend


Das sagt Lush: Die blasen dich weg! Diese extravaganten Zahnputztabs mit dem sanften Geschmack von Rose und Vanille verführen dich im Handumdrehen, während Passionsfrucht und Jambù auf deiner Zunge Samba tanzen. Oral Pleasure ist genau der richtige für diesen Job.







                    Anwendung                    




Die Anwendung der festen Zahnpasta von Lush ist eigentlich denkbar einfach. Man entnimmt einfach einen kleinen Tab aus dem Behältnis und zerkaut ihn sanft zwischen den Zähnen. Das dauert insgesamt nicht länger als ein paar Sekunden und bedarf nur wenig Kraft. Ihr müsst also nicht herzhaft auf den Tabs herumkauen um diese gleichmäßig zu zerkleinern. In Kombination mit dem Speichel entwickelt sich bereits zu diesem Zeitpunkt leichter Schaum, welcher sich bei Kontakt mit der Zahnbürste in eine wild schäumende Masse verwandelt. Genau wie mit einer normalen Zahnpasta bürstet ihr nun sanft eure Zähne in leicht kreisenden Bewegungen und arbeitet euch von den Kauflächen über die Außen- bis zu den Innenseiten der Zähne voran. 

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, verwende ich persönlich eine super weiche Handzahnbürste mit dreidimensionalem Borstenrelief von TePe (Modell: Supreme). Diese ist wunderbar sanft zu meinem empfindlichen Zahnfleisch und reinigt dank ihrer filigranen Borsten selbst schwierig zu erreichende Stellen mühelos. In meinem Beruf und Studium stoße ich immer wieder auf das Vorurteil, dass man Zähne möglichst mit einer harten Zahnbürste oder mit einem elektrischen Modell reinigen sollte. Das ist allerdings totaler Quatsch, denn mit der richtigen (!) Putztechnik ist die Reinigungswirkung einer weichen Handzahnbürste gleichwertig mit der elektrischer Modelle und das obwohl sie deutlich schonender zur Zahnhartsubstanz sowie zum Zahnfleisch ist. Wer also von vorn herein mit einem schwachen Bindegewebe gesegnet ist, der sollte auch sein Zahnfleisch möglichst mit Samthandschuhen behandeln um freiliegende Zahnhälse, interdentalen Dreiecken und Co vorzubeugen. 






                             1. Tabs zerkauen

Pro Putzgang benötigt ihr einen Toothy Tab, den ihr zwischen den Zähnen vollständig zerkaut, sodass eine feine Masse entsteht.


                             2. Zähne gründlich putzen


Anschließen putzt ihr mit Hilfe eurer Elektrischen- oder Handzahnbürste wie gewohnt die Zähne. Die Tabs schäumen dabei genau wie eine normale Zahnpasta.


                             3. Ausspülen und strahlen

Jetzt müsst ihr nur noch den überschüssigen Schaum ausspucken und den Mund gründlich mit klarem Wasser ausspülen.




                    Meine Erfahrungen                    



Inhaltsstoffe

Nachdem ich euch jetzt theoretisch erklärt habe wie ihr die Tabs verwenden müsst, möchte ich zum Schluss noch auf meine persönlichen Erfahrungen mit ihnen eingehen. Zu aller erst muss ich gestehen, dass meine zögerliche Zurückhaltung den Toothy Tabs gegenüber vollkommen unberechtigt war. Die Anwendung ist tatsächlich denkbar einfach und mit keinem Mehraufwand - im Vergleich zu einer herkömmlichen Zahnpasta - verbunden. Beim Zerkauen fühlen sich die Tabs leicht sandig an, was wahrscheinlich dem enthaltenen Weinstein zuzuschreiben ist. Dieser besitzt im Mund eine sandartige Konsistenz, löst sich aber bei Kontakt mit Speichel und anderen wässrigen Medien schnell auf. Zudem enthalten die Tabs auch Kaolin - besser bekannt als Tonerde, welche in der Kosmetikindustrie recht häufig zum Einsatz kommt. Diese beiden Inhaltsstoffe dienen hier wahrscheinlich als abrasive Substanzen, welche Zahnbeläge vom Schmelz entfernen und die Zähne dadurch reinigen sollen. Auch die Tonerde unterstützt natürlich das körnige Gefühl zwischen den Zähnen. 

Des Weiteren fiel mir bei der Anwendung recht dominant das prickelnde und leicht saure Gefühl im Mund auf. Beim Blick auf die Incis entdeckte ich direkt an zweiter Stelle Sodium Bicarbonat - besser bekannt als handelsübliches Backpulver oder Natriumhydrogencarbonat. Neben seinen schäumenden Eigenschaften verleiht er den Tabs das typische Prickeln und den säuerlichen Beigeschmack. Entgegen vieler Gerüchte wirkt das Natriumhydrogencarbonat aber nicht abrasiv. 


Reinigungswirkung und RDA Wert 

Wie ich bereits oben angesprochen habe, bin ich ein Verfechter der möglichst sanften Zahnreinigung und verwende seit Jahren nur weiche Bürsten und sensitive Zahncremes mit einem möglichst geringen RDA Wert. Dieser gibt die Abrasivität einer Zahncreme an  - ist also ein Maß wie grobkörnig die Putzkörper in der Pasta sind. Leider geben die wenigsten Firmen auf der Tube Auskunft über den tatsächlichen Wert ihres Produktes, sodass man bei Interesse oft im Internet recherchieren muss. Auch Lush verzichtet auf diese Angabe und genau hier hätten mich Zahlen brennend interessiert. Ich persönlich empfinde die Körnigkeit nämlich als recht stark und habe nach mehrmaligen Benutzen der Tabs auch an einigen Zahnhälsen erhöhte Empfindlichkeiten feststellen können. Ich kann aber auch keine Whitening Zahncreme mehr verwenden, da diese genau den selben Effekt bei mir erzielt. Andere würden an dieser Stelle sicher keinen solchen Reiz verspüren. 

Zu beachten ist aber - genau wie bei jeder anderen Zahnpasta ohne sensitive Zusatz - dass man die Zähne sein Leben lang unbewusst mit einer Art Schmirgelpapier bearbeitet und sich so auf viele Jahre gerechnet doch einen nicht unerheblichen Teil seiner Zahnhartsubstanz runterpoliert. Lasst euch also beim besten Willen nicht von trügerischen Werbeaussagen - und hiermit beziehe ich mich nicht auf Lush - in die Irre leiten. "Aufhellende" Zahncremes sind in der Regel nur etwas für starke Raucher oder Menschen die tagtäglich literweise Kaffee trinken und dementsprechende Beläge auf ihren Zahnoberflächen haben. Besitzt man diese Beläge nicht, dann poliert man sich auf der sauberen Zahnoberfläche tagtäglich einen Hauch seines Schmelzes weg. Am Anfang spürt man von diesem minimalen Abrieb wahrscheinlich noch nichts, aber nach zehn oder zwanzig Jahren wird man sich wundern warum die Zähne immer gelber statt weißer werden. Das liegt einfach daran, dass sich der Schmelz und das drunterliegende Dentin farblich sehr voneinander unterscheiden. Im Gegensatz zum gelbstichigen Dentin ist der Schmelz deutlich heller und am Anfang mit entsprechender Schichtstärke nahezu weiß. Mit zunehmenden Abrieb und dünner werdenden Schmelz leuchtet das in der Tiefe liegende Dentin immer stärker hindurch und verleiht dem Zahn ein gelbstichiges, warmes Aussehen. Greift also bitte zu möglichst schonenden Produkten und schmirgelt euch nicht eure kostbare und unwiderruflich verlorengegangene Zahnhartsubstanz weg. 

Da ich ja keine konkreten Werte der Toothy Tabs kenne, kann ich die Abrasivität nur sehr subjektiv bewerten und würde sie im mittleren Bereich ansiedeln. Das ist für Kunden ohne Sensibilitätsstörungen vollkommen in Ordnung. Alle anderen könnten hier aber bereits leichte Probleme mit den Zahnhälsen bekommen. 




Der Geschmack

Der Geschmack der kleinen Pastillen ist in der Tat sehr intensiv und für mich persönlich auch am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Die enthaltenen Öle, das Natriumhydrogencarbonat und die Duftstoffe entfalten einen wahren Geschmackscocktail, der mit normaler Zahnpasta so gar nichts mehr zu tun hat.  Statt minzig frischem Geschmack, bieten die Oral Pleasure Tabs eine Art fruchtig floraler Frische die ich persönlich sogar richtig angenehm finde. Die Diskussionen zum Geschmack könnten allerdings kontroverser nicht sein :) Ich würde euch einfach empfehlen die lieben Lush Mitarbeiter im Shop ganz offen nach einer kleinen Probe zu fragen. Die meisten sind wirklich ganz offen und stellen euch gerne etwas zum Testen zur Verfügung. Ich hätte sie vor dem Kauf nämlich auch auf jeden Fall probieren wollen. 



Die Sache mit den Fluoriden

Ein ganz großes Manko, sehe ich allerdings in der Tatsache, dass die Tabs kein Fluorid enthalten und somit zwar die Zähne säubern aber nicht aktiv zu ihrer Regeneration beitragen. Fluoride haben nichts mit dem vermeidlichen Giftgas Fluor zu tun, sondern sind letztendlich Salze der Flurwasserstoffsäure, welche zu den essentiellen Spurenelementen unseres Körpers gehören und vor allem dazu beitragen das Kariesriskiko zu minimieren. Fluoride tragen zur Remineralisierung geschädigter Ionengitter in unserer Zahnhartsubstanz bei und erhalten damit die Stabilität und Gesundheit unserer Zähne. Eine Vergiftung würde beispielsweise nur auftreten wenn ein Kind eine ganze Tube Zahnpasta verspeist und das erachte ich doch als recht unwahrscheinlich. Es gibt allerdings immer wieder selbsterklärte Gesundheitsapostel, welche im Netz Gerüchte und Halbwahrheiten verbreiten und das macht mich traurig. In Deutschland müssen Wirkstoffe so viele Tests und Untersuchungen durchlaufen, bis sie auf dem deutschen Markt zugelassen werden. Ihr dürftet euch also sicher sein, dass das Fluorid über Jahrzehnte hinweg sorgfältig getestet wurde. Die Glykolsäure in unserem chemischen Peeling würde uns im reinen Zustand sicher auch alles andere als guttun - die Dosis macht eben das Gift. 

Warum Lush hier auf diesen wichtigen Zusatz verzichtet weiß ich leider nicht. Vielleicht ist es Teil ihrer Philosophie, vielleicht lässt es sich aber auch nicht mit der Darreichungsform vereinbaren. Für mich persönlich kommen aber im Alltag ausschließlich fluoridhaltige Zahncremes in Frage.


Hier noch ein Kommentar von mir auf eine Leserfrage:

Vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Dass der Beitrag bereits etwas älter ist, macht ja nichts :) Ich freue mich, dass du dennoch auf ihn gestoßen bist. Ich weiß, dass einige Menschen Fluoriden kritisch gegenüberstehen und dass die Debatte auch immer mal wieder in den Medien hochkocht. Ich für meinen Standpunkt kann aber nur sagen, dass man sich bitte nicht zu sehr von Skandalmedien beeinflussen lassen sollte. Und bitte verwechsle Fluor und Fluoride nicht miteinander. Letztere sind die Salze der Fluorwasserstoffsäure. Das kannst du dir in etwa so vorstellen wie Na und Natriumchlorid – unser Speisesalz. Natrium und Chlor würdest du ja solo nie mit einem Nahrungsmittel in Verbindung bringen. Gemeinsam erfüllen sie aber in Form eines Salzes ihren Zweck und verlieren auch ihren giftigen Charakter.

Fluoride kommen als Spurenelemente ganz normal in der Natur vor und werden von uns nicht nur als Fluorid durch die Zahnpasta aufgenommen, sondern sind beispielsweise zum Teil in überraschend hohen Konzentrationen im Mineralwasser enthalten. Ebenso findet man es in höheren Konzentrationen in Hühnerfleisch und schwarzen Tee. Zum Vergleich: Mit dem Zähneputzen nimmst du pro Tag etwa 0,14-0,76 mg Fluorid zu dir und über die Nahrung 0,8-3,0 mg.

Fluoride sind Spurenelemente unseres Körpers, genau wie beispielsweise Eisen, Jod, Molybdän oder Chrom. Wie du bereits sagst, ist die Wirkung konzentrationsabhängig. Man kann ja nun auch nicht eine Packung Salz verspeisen oder andere Spurenelemente wie Iod in Massen zu sich nehmen.

Die toxisch Wirksame Menge beträgt beim Erwachsenen übrigens 350 mg Fluorid / Tag. Vergleichst du das mit dem Wert oben, dann sollte dir auffallen, dass du unter normalen Umständen nie diesen Grenzwert erreichen wirst. Dafür müsstest du nämlich ganze 1,4 kg fluoridiertes Salz oder 4 Tuben Zahnpasta mit einem Mal verspeisen J


Natürlich darf jeder für sich selbst entscheiden wie und mit was er seine Zähne pflegen möchte. Ich wollte dir nur gerne deutlich machen, dass du Fluoride auch ohne das Vorhandensein in deiner Zahnpasta nicht gänzlich aus deinem Leben verbannen kannst. Achte bei deiner Zahnpflege dann aber ganz besonders auf Gründlichkeit und putze lieber länger, gründlicher und unter Verwendung von Zahnseide um dein Lächeln lange zu bewahren.



Statement von Lush zur Fluoridproblematik:

„Wir bei Lush glauben, dass die Sicherheitsstandards von Fluorid in Trinkwasser schon immer kontrovers waren. Deshalb würden wir uns nicht wohlfühlen, wenn Fluorid Teil unserer Produkte wäre. Da es aber sicherlich viele Kunden gibt, die Fragen zu diesem Thema haben, bedarf es einer etwas genaueren Erläuterung unserer Einstellung. Jeder hat das Recht, sauberes Wasser zu trinken. Wir dürfen nicht vergessen, für wie viele Menschen auf dieser Welt dies nicht selbstverständlicher Teil ihres täglichen Lebens ist.

Es scheint uns völlig inakzeptabel, dass unser Trinkwasser ungefragt mit einer Substanz versetzt wird, die von manchen als gesundheitsgefährdend oder gar als Gift wahrgenommen wird. Es sollte doch in der Verantwortung des Einzelnen liegen, sich gesund zu ernähren und für ausreichend gute Mundhygiene zu sorgen, statt einfach die gesamte Bevölkerung fluoridhaltiges Wasser trinken zu lassen. Eine Zahnpasta mit Fluorid zu verwenden obliegt also der Entscheidung des Individuums und genau so sollte es auch sein

Lush bietet eine Alternative. Es gibt sehr viele fluoridhaltige Zahncremes, zwischen denen Kunden wählen können. Wenn es ihre Ernährung verlangt oder ihr Zahnarzt die Benutzung einer Zahnpasta mit Fluorid empfiehlt, dann sollten sie dies auch tun. Wenn sie jedoch lieber ein Zahnreinigungsmittel benutzen möchten, das selbstkonservierend ist, voller wundervoller, effektiver Inhaltsstoffe steckt und dessen Verpackung aus recycelten Materialien besteht und auch selbst wieder recycelt werden kann, dann sind unsere tollen Lush Produkte genau das Richtige für sie.
Unsere Produkte kommen nicht wegen einer bestimmten Wirkung ohne Fluorid aus. Sie tun es einfach.“




Fazit


Ich mag Lush und all die Liebe, welche in den vielfältigen Produkten der Marke steckt, aber die Toothy Tabs sind leider nichts für mich und werden mich daher im Alltag nicht länger begleiten. Das Hauptkriterium für diese Entscheidung ist das Fehlen von Fluoriden, welche für mich persönlich essentielle Bestandteile einer Zahnpasta sind. Immer mal zwischendurch angewendet erhöhen die Tabs allerdings nicht gleich das allgemeine Kariesrisiko. Ich könnte mir daher sehr gut vorstellen, dass sie sich auf Festivals oder Reisen als praktische Wegbegleiter eignen könnten und werde sie aus diesem Grund auch erst einmal im Badschrank verwahren. Informationen über den RDA Wert würden mich allerdings auch noch brennend interessieren. Ich fände es hier absolut von Vorteil, wenn es Informationen dazu frei auf jeder Verpackung geben würde. Einige Marken wie Dontodent gehen da bereits seit längerer Zeit mit guten Beispiel voran. 




Mich würde sehr interessieren ob ihr bereits Erfahrungen mit den Toothy Tabs gemacht habt und wie ihr die Anwendung empfandet. 



* PR Sample

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9 Kommentare

  1. Danke für den spannenden Bericht! An sich klingen die Tabs ja toll, aber auch für mich ist das Fehlen von Fluoriden ein absolutes No-Go und machen sie für mich direkt wieder uninteressant. Sehr schade und wie du schon sagst, nicht so richtig nachvollziehbar. Liebe Grüße :)

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  2. Davon habe ich bisher noch gar nicht gehört, vielen Dank für den interessanten Post! Für mich persönlichen wäre diese Tabs wohl nichts, ich bleibe lieber bei meiner Lieblingszahnpasta von Colgate :)

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

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  3. Sehr interessanter Bericht, danke!
    Ich habe bei LUSH diese komischen Tabletten schon häufiger gesehen und habe mich gefragt, wie man die benutzt und ob da überhaupt gut geht. Was zum Geier ist Jambutinktur? Ich weiß nicht, wieso LUSH immer so teure und exquisite Tinkturen und Öle in die Produkte mischen muss. Da ich Zahnpasta sowieso lieber mehrmals nehme weil ich es hasse so viel Schaum im Mund zu haben wäre es nichts für mich. Wie ich zu Flouriden stehen soll, weiß ich bis heute nicht. Man hört ja dieses und jenes darüber...

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  4. I don't speak your language, but judging by the pictures, this Lush product is great, maybe I'll try it too. :)
    Have a great weekend!
    Xoxo, Victoria

    http://fashionstylebeautyandmore.blogspot.ca/

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  5. Ich hatte mal solche Dragees von einer anderen Marke und konnte mich damit überhaupt nicht anfreunden. Ich glaube, man ist einerseits viel zu sehr an Zahnpasta gewöhnt. Jedoch mochte ich auch das Gefühl im Mund nicht so sehr. Zahnpasta ist zum Zähneputzen einfach das Beste. :)

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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  6. Ich stelle mir das Zähneputzen mit den Tabs seltsam vor. Deswegen komme ich nicht auf die Idee, sowas zu testen. :D Aber es st mal interessant deine Erfahrung zu lesen.

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  7. Danke für diesen tollen und super ausführlichen Bericht :)

    Ich probiere ja immer gerne Neues aus und finde die Tabs an sich eine gute Idee, auf Fluorid will ich allerdings dann doch nicht verzichten.

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  8. Der Beitrag ist zwar schon älter, aber schreibe trotzdem mal :) Vielen Dank für den ausführlichen Bericht :) Für mich ist das mit dem Fluorid nicht schlimm. Im Gegenteil, ich frage mich, wie man nur freiwillig ein Gift zu sich nehmen kann. Ja, es hilft den Zähnen, aber man wird aber immer Teile davon schlucken und die wichtigere Frage ist ja wie der Körper im Gesamten damit umgehen kann. Die Dosis macht das Gift ist schon richtig, aber Zahnpasta benutzt man ja auch ständig, von daher ist die Dosis hoch.

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    1. Vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Dass der Beitrag bereits etwas älter ist, macht ja nichts :) Ich freue mich, dass du dennoch auf ihn gestoßen bist. Ich weiß, dass einige Menschen Fluoriden kritisch gegenüberstehen und dass die Debatte auch immer mal wieder in den Medien hochkocht. Ich für meinen Standpunkt kann aber nur sagen, dass man sich bitte nicht zu sehr von Skandalmedien beeinflussen lassen sollte. Und bitte verwechsle Fluor und Fluoride nicht miteinander. Letztere sind die Salze der Fluorwasserstoffsäure. Das kannst du dir in etwa so vorstellen wie Na und Natriumchlorid – unser Speisesalz. Natrium und Chlor würdest du ja solo nie mit einem Nahrungsmittel in Verbindung bringen. Gemeinsam erfüllen sie aber in Form eines Salzes ihren Zweck und verlieren auch ihren giftigen Charakter.

      Fluoride kommen als Spurenelemente ganz normal in der Natur vor und werden von uns nicht nur als Fluorid durch die Zahnpasta aufgenommen, sondern sind beispielsweise zum Teil in überraschend hohen Konzentrationen im Mineralwasser enthalten. Ebenso findet man es in höheren Konzentrationen in Hühnerfleisch und schwarzen Tee. Zum Vergleich: Mit dem Zähneputzen nimmst du pro Tag etwa 0,14-0,76 mg Fluorid zu dir und über die Nahrung 0,8-3,0 mg.

      Fluoride sind Spurenelemente unseres Körpers, genau wie beispielsweise Eisen, Jod, Molybdän oder Chrom. Wie du bereits sagst, ist die Wirkung konzentrationsabhängig. Man kann ja nun auch nicht eine Packung Salz verspeisen oder andere Spurenelemente wie Iod in Massen zu sich nehmen.

      Die toxisch Wirksame Menge beträgt beim Erwachsenen übrigens 350 mg Fluorid / Tag. Vergleichst du das mit dem Wert oben, dann sollte dir auffallen, dass du unter normalen Umständen nie diesen Grenzwert erreichen wirst. Dafür müsstest du nämlich ganze 1,4 kg fluoridiertes Salz oder 4 Tuben Zahnpasta mit einem Mal verspeisen ☺

      Natürlich darf jeder für sich selbst entscheiden wie und mit was er seine Zähne pflegen möchte. Ich wollte dir nur gerne deutlich machen, dass du Fluoride auch ohne das Vorhandensein in deiner Zahnpasta nicht gänzlich aus deinem Leben verbannen kannst. Achte bei deiner Zahnpflege dann aber ganz besonders auf Gründlichkeit und putze lieber länger, gründlicher und unter Verwendung von Zahnseide um dein Lächeln lange zu bewahren.

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